Harry Potter und der Halblutprinz“ von J. K. Rowling

Buchcover: Harry Potter und der HalbblutprinzHarry ermittelt: Der sechste Teil der Reihe unterscheidet sich deutlich von den anderen.

Wechselnde Schauplätze, Doppelagenten und falsche Fährten sind typische Zutaten für einen Krimi. Die Zauberwelt befindet sich im Krieg, Leute werden ermordet und Harry Potter betreibt Nachforschungen in eigener Sache: Lucius Malfoy wurde verhaftet, da er ein Scherge des Dunklen Lords war, und Harry ist überzeugt davon, dass sein Sohn Draco Übles im Sinn hat. Sein Verdacht ist nicht unbegründet, denn der Leser erfährt, dass Draco von Lord Voldemort persönlich einen gefährlichen Auftrag erhalten hat.

Auch Severus Snape, seines Zeichens Hauslehrer von Slytherin, ist in diese Angelegenheit verstrickt. Er hat nämlich Malfoys Mutter einen Schwur geleistet, Draco zu beschützen und ihn bei der Vollstreckung seiner Mission, einem Auftragsmord (an erfährt der Leser an dieser Stelle noch nicht), zu unterstützen. Bis zum spektakulären Finale bleibt Snapes Handeln unergründlich und es wird nicht ersichtlich, wem er eigentlich die Fahne hält.

Doch Harry begnügt sich nicht nur mit Ermittlungen in diese Richtung, gemeinsam mit Dumbledore versucht er die Vergangenheit von Voldemort näher zu ergründen und fördert dabei etwas Unglaubliches zutage: Das Geheimnis, wie es Voldemort geschafft hat, zu überleben, obwohl ihn Harry vor knapp zwanzig Jahren vernichtet hat, wird gelüftet. An dieser Stelle sei nicht mehr verraten, um den Lesespaß nicht zu mindern.

Mehr Reife

Die Autorin Joanne K. Rowling hat mit dem sechsten Teil ein sehr düsteres Setting geschaffen, eine Welt, die sich — wie bereits erwähnt — im Krieg befindet. Inmitten dieser Geschehnisse steht Harry, der nun mittlerweile zu einem jungen Mann herangereift ist und nicht mehr viel gemein mit dem naiven Jungen der ersten Teile gemein hat. Seine Persönlichkeit zeichnet sich durch Selbstbewusstsein, Scharfsinn und Tatendrang aus. Wie gewohnt ist die Atmosphäre sehr dicht, Rowling versteht sich meisterhaft darauf, eine authentische Welt zu schaffen. Trotz des Umstandes, dass es sich mittlerweile um den sechsten Teil der Reihe handelt, gibt es immer noch viel Neues zu entdecken. Die Sprache und der Ausdruck haben merklich an Reife  gewonnen, das Buch ist in gewissen Sinne „erwachsener“.

Es liegt auf der Hand, dass Jugendliche von Harry Potter so begeistert sind, denn er steht — trotz Zauberkraft — vor Problemen, die jeder Heranwachsende kennt. Er sieht sich auch mit Emotionen wie Wut, Schmerz und Trauer konfrontiert. Der dichte und vor allem glaubhafte Erzählstil ermöglicht es, sich von der Zauberwelt Hogwarts einfangen zu lassen und sich mit dem Protagonisten zu identifizieren.

Resümee

Der sechste Teil ist übrigens der erste, der mit einem offenen Ende, einem sogenannten Cliffhanger, aufwartet. Trotz eines spektakulären Finales bleiben viele Fragen offen, die im siebten und letzten Teil beantwortet werden. Dennoch schafft es auch „Harry Potter und der Halbblutprinz“ zu fesseln, vor allem aufgrund der unglaublich spannenden Atmosphäre und dem wahnwitzigen Erzähltempo. „Der Halbblutprinz“ ist ein Buch, das fesselt und ohne Unterbrechung, am besten in einem Atemzug, verschlungen werden will.

Harry Potter“ bei Amazon.de

Harry Potter“ bei Buch.de

Dieser Beitrag wurde unter [03] 21 bis 30 Euro, [11] 10 bis 11 Jahre, [12] 11 bis 12 Jahre, [13] 12 bis 13 Jahre, [14] 13 bis 14 Jahre, Bestseller, für Jungen, für Mädchen abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.